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Das Logbuch der Wellenreiterin

Dr. Claudia Hannemann

Das Logbuch der Wellenreiterin.
Mit der Zuvuya-Agenda 2019 durch den Tzolkin.

Die Zuvuya-Agenda ist ein Terminplaner, der unseren „klassischen“ Kalender mit dem Mondkalender und der Maya-Zeitrechnung verbindet.)

Schau, sagte meine Mutter, ich hab da was Neues!
Stolz zeigte sie auf die große, kunstvolle Scheibe über ihrem Sofa. 
Die ist von den alten Maya!

Ich mochte ihr Faible für andere Kulturen, deren Artefakte ihre Wohnung zierten.

Interessiert betrachtete ich die reliefartigen Muster auf der kreisrunden, goldbraun patinierten Platte. In der Mitte eine Fratze, die wohl eine Gottheit darstellen sollte, umrundet von Bändern mit Zeichen, Symbolen und einem fein gekerbten Rand. 

Ein dekoratives Schmuckstück, dessen tieferer Sinn uns allerdings verborgen blieb. 

Meine Antennen stets auf interessante Geistesströmungen ausgerichtet, entdeckte ich irgendwann in den 90er-Jahren, dass es damit wohl mehr auf sich haben könnte. Zaghaft begann man damals das alte Wissen der Maya für unsere Zeit wieder zu beleben. Doch das Wenige, was ich damals darüber zu lesen bekam, sprach mich nicht wirklich an.

2012 war er dann in aller Munde. Das Ende des uralten, bislang wenig beachteten Mayakalenders schürte weltweit Weltuntergangsphantasien und lieferte spannende , einträgliche Themen für Hollywood und die Spieleindustrie.

Dieser Hype hielt mich auf sichere Distanz.
Bis zur nächsten Begegnung sollte es abermals eine Weile dauern.
Ich hatte meine Sensoren wieder einmal auf etwas Neues eingestimmt.
Was das sein könnte, wusste ich noch nicht.

Und plötzlich stand er vor mir. Der neue Tzolkin.

Mit einem Füllhorn voll Synchronizitäten.

„KIN 1“, stellte er sich vor. „Darf ich dich auf eine Zeitreise einladen?“

Mit einer leichten Verbeugung überreichte er mir das Füllhorn. „Hier findest du alles, was du für den Start brauchst.“

Die Synchronizitäten funkelten mich verlockend an. Kleine Wissenspäckchen und glückliche Fügungen.

Diesmal hatte er mich am richtigen Fuß erwischt. Mein Herz hüpfte und ich stürzte mich in das Abenteuer. Zeichen, Zyklen und Wellen, das war mir aus der Astrologie vertraut. Dass die Rhythmen der Zeit unseren gewohnten Kalender umspielten und durchkreuzten, hatte ich bereits am eigenen Leib erfahren. Auch die Archetypen, ihre subtile und oft mächtige Wirkung, hatte ich mit Leidenschaft studiert. Und so erschloss sich mir in den Mayasiegeln und -wellen ein neuer und gleichzeitig vertrauter Zugang. Das war mehr als eine neue Zeitrechnung! Die Abfolge der 20 Siegel spiegelte für mich die Schritte der Heldenreise. Jene Dramaturgie, die der menschlichen Evolution zugrunde liegt.

Also machte ich mich auf den Weg.

Jedes Siegel wurde für mich zum Trittstein im Fluss des Lebens. Das Fokussieren auf die jeweiligen Tagesqualitäten, die logische Abfolge der Entwicklungsschritte machten mein Leben leichter. Sie machten mich leichter.

Von Beginn an  begleiteten mich neben den regelmäßigen KIN-Tagestipps von Elisabeth Kappacher die Videoblogs von Urs José Zuber auf sehr ansprechende und inspirierende Weise. 

Zu jeder neuen Welle teilt er sein Wissen zum zentralen Thema und der Bedeutung der Siegel in ihrer jeweiligen Position und ihre Dynamik. Auf seine Anregung hin begann ich jede Welle selbst zu zeichnen. Dies geriet zur Grundlage meiner Beobachtungen und nach und nach auch meiner Planungen. Und bald fügte ich dem Datum bei meinen Notizen und Skizzen eine kleine Zeichnung des aktuellen KINs hinzu. Der nächste Schritt würde wohl ein kombinierter Kalender sein. Eine tolle Idee mit großem Aufwand. Die musste noch warten. 

Zunächst begann ich spontan und wie beiläufig dieses Wissen in kleinen Häppchen in Gesprächen anzubringen. Überall dort, wo es mir hilfreich erschien. Trotz meiner eigenen Erfahrungen überraschte es mich immer wieder, wie begeistert diese Informationen aufgenommen wurden.

Die Studienreise durch den Tzolkin macht deutlich, wie rasch und leicht vieles glücken kann, aber auch weshalb manches einfach seine Zeit braucht.

Und so brauchte es wiederum eine Weile, bis die Zuvuya-Agenda aus meiner peripheren Wahrnehmung voll in mein Bewusstsein drang. Ich musste nicht alles selber machen!

Ich stöberte in der e-Version und war beeindruckt. Aber ausreichend praktisch erschien sie mir – für meine Bedürfnisse – dennoch nicht. 

Ich liebe Bücher und Buchkalender. In den letzten Jahren hatten allerdings zunehmend elektronische Varianten das Feld erobert. Auch bei mir. Doch das könnte sich jetzt wieder ändern.

Nun halte ich sie in meinen Händen. Die Zuvuya-Agenda 2019. 

Das schokoladenbraune Cover ziert eine Schildkröte umgeben von einem Kreisring fremdartiger Symbole in edler Goldprägung. Zwischen den stabilen Buchdeckeln dieser gebundenen Ausgabe verbirgt sich beides. Ein Buch und ein Kalender. Und mehr. 

Eine liebevoll gestaltete Landkarte der „ Welt der Mayas“ zum Auftakt lädt kindliche Gemüter ein, zu den Buntstiften zu greifen, bevor es ans Lernen geht. Auf rund sechzig Seiten findet sich eingangs alles, was es zum Surfen braucht. Für Neueinsteiger wie auch für erfahrene Zuvuya-Surfer.

Die Informationen sind seit der letzten Agenda angewachsen und deshalb in drei Levels geteilt, damit man sich leichter zurechtfindet.

Von einem historischen Rückblick auf die Tradition der Maya, ihrer Wiederentdeckung und einem Ausflug in fraktale Zeitdimensionen als Hintergrund führt diese Fibel zu detaillierten Beschreibungen der 4 Farben, 20 Siegel und 13 Töne. Sie bilden die Basis für ein tieferes Verständnis für uns selbst, unsere Mitmenschen und den Wandel der Lebensrhythmen. Deren Vernetzung im Laufe des Tzolkins spiegeln die lebhaften Grafiken zu den 20 Wellen von Urs José Zuber. Sein Anliegen ist es, die „Magie des Augenblicks“  zu erwecken.

Mit Wort und Bild gerüstet wenden wir uns der eigentlichen Agenda im Mittelteil zu. 

Seite für Seite wird unser konventioneller, gewohnter Kalender von beiden Versionen des Mayakalenders (Dreamspell und Longcount) begleitet. Darüber hinaus ist er in den 13-Monde-Kalender eingebettet.  Auf 13 schokoladenbraunen Doppelseiten mit Text und magischen Maya-Zeichnungen heben sie sich optisch abwechslungsreich ab. Jeweils vor Beginn eines neuen Mondzyklus in der Agenda stimmen sie auf die kommende Zeitqualität ein.

Was wir daraus machen, bleibt uns überlassen.

Als Anregung dafür finden  wir im Anhang die Ermutigung, aus dem Hamsterrad zu springen, mit weiteren Tipps und einem Xocolatl-Rezept. 

Bei der Reise durch den Tzolkin können wir unzählige Möglichkeiten entdecken und sie entlang der Wellendynamik in unserem Tempo umsetzen. 

Die Zuvuya-Agenda 2019 ist eine Einladung, Zeitmagier zu werden und unser Leben zu einem Kunstwerk zu machen. Sie geht mit gutem Beispiel voran. 

Ein vielschichtiges Zeitkonzept entfaltet sich in würdigem Rahmen. Die kunstvolle Gesamtgestaltung der Agenda entspricht der Formel «ZEIT = KUNST | T x e = Art». 

Schon beim ersten Durchblättern strahlt sie die Begeisterung und Hingabe, mit der sie entstanden ist, aus. Dazu gehören auch kleine Details wie die zwei Lesebändchen in braun und cremefarben als individuelle Wegmarkierung. Damit ich sehe, wo ich gerade stehe und wohin die Reise geht.

In Lak´ech
Ich bin ein anderes du.

Links:
Projektwebsite : www.zuvuya-agenda.ch
Elisabeth Kappacher : https://mayaweg.at/

Dr. Claudia Hannemann
KIN 89
Roter spektraler Mond

Künstlerin, Autorin, Kulturvermittlerin.
Lebt in Wien.

Ihr Studium in Germanistik und Geschichte fiel in die „Wendezeit“, die ein interdisziplinäres Forschungsfeld eröffnete. Wie Geschichten und Geschichte miteinander verwoben sind, untersuchte sie ihrer literaturpsychologischen Dissertation.

Als Journalistin für TV und Print wandte sie sich zunehmend Gesundheitsfragen zu. Diese wurden später die Grundlage von EnergyDesign –  ein ganzheitliches Coaching und Training – mit kreativen Methoden, die das Leben erleichtern. 

Mit der Entdeckung der noch jungen Neurographik konnte sie ihr Repertoire um einen bahnbrechenden Zugang erweitern, der den kreativen, spielerischen Umgang mit kleinen und großen Lebensthemen erleichtert und die Weichen auf Transformation stellt. Diese Methode zur Selbststeuerung und deren Darstellungsform von Gleichzeitigkeit und Vernetzung erlaubt auch vertiefte Einblicke in den Tzolkin sowie seine Nutzung für und Integration in den Lebensfluss.

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